Sir Henry, der kleine Engländer

Veröffentlicht in Eure Geschichten am 27.10.21

Wie in der Geltinger Birk hier, gibt es in England den Nationalpark Dartmoor.

Hier beginnt Henrys Geschichte. Lt seinem englischen Pass ist er am 1.Mai 2018 geboren. ES gibt dort genau zwei Möglichkeiten für männliche Ponys. Die erste Möglichkeit ist als Futter der dortigen Zoos für die Raubkatzen. Das wollte Henrys Schutzengel aber nicht und so begaben sie sich auf eine Reise mit zwanzig anderen Hengsten nach Deutschland.

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Die Fahrt dauert sehr sehr lange. Henry zählte 3 Nächte und 3 ganze Tage bis er und sein neuer Kumpel zusammen vom Pferdeanhänger gingen.
Am 3.März 2019 begannen seine ersten Schritte in eine Pferd - Mensch Beziehung.

Schritt 1
bedeuteten 14 Tage in Quarantäne zusammen mit seinem Reisekumpel.

Schritt 2
bestand darin, die Beiden von ihrem mitgebrachten Ungeziefer, innerlich sowie äusserlich, zu befreien.
Das stellte sich als sehr langwierig heraus. Hier fand Andrea Wurmarten, die sie bis dato noch nie gesehen hatte. Zig Kotproben später und unterschiedlichsten Wurmkuren zum Trotz dauerte es doch ein ganzes Jahr bis der kleine Henry sauber war.

Schritt 3
folgte zusammen mit Schritt 2

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Wie gewöhne ich ein kleines Wildpferd an den Menschen ?

Andrea musste viel sehr viel ruhiger werden.

Ein großes Glück war, das er seinen Pferdekumpel hatte der Menschen schon kannte und mochte.

Andrea war vorsichtig, setzte sich zu ihm und installierte einen beständigen liebevollen Tagesablauf für Henry.

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Und es zeigt Wirkung... er begann zu verstehen, das von ihr keine Gefahr ausging. Natürlich waren ein paar gruselige Dinge dabei, wie an einem Halfter gehalten zu werden, oder unter dem Bauch abgebürstet...wobei das mochte der Henry dann doch ziemlich gern.

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Die Wochen vergingen und es wurde Zeit Henry und seinen Freund in die bestehende Herde zu integrieren.

Die kleinen Hengste fügten sich wunderbar zu Stryker und dem anderen Wallach ein. Andrea war sich bewußt, hier würde nun die größte Erziehung und Prägung von ihrem Henry stattfinden. Stryker, von ihr ausgebildet, war ganz wunderbar zu händeln und Henry kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Wie toll kann es sein so einen Menschen an seiner Seite zu haben und in Sicherheit aufwachsen zu können.
Bald wurde das Halftern und Putzen zu einer Freude für Beide. Henry wusste, es geht in die weite Welt. Abenteuer würden auf ihn warten um bestanden zu werden, es gab soviel mit Andrea zu erkunden.

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Henry wurde älter.Sein Selbstvertrauen wuchs und er folgt Andrea überall hin, wo sie mit auch hingehen oder reisen wollte. Es ist erstaunlich wie sehr er sich auf Andrea geprägt hat,.

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Weiterhin waren und sind ihm andere Menschen suspekt, besonders die Kleinen.
Seit er 2 geworden ist, lebt er nun als Wallach. Eine Weile später trat ein junges 11-jähriges Mädchen in sein Leben und mit Andreas Hilfe freunden sich die Beiden nun miteinander an.

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Henry macht sich gut in der Herde, braucht aber auch manchesmal seine kleine Abgeschiedenheit, sprich Ruhe Inseln. Während die anderen Boys durch den Trail oder die Koppel preschen, steht er allein und sieht alles aus der Entfernung an. Ruht in sich und verfolgt entspannt das Toben der anderen Pferde.

Andrea würde ihn wie folgt beschreiben...

...er ist kuschelig, er sucht Nähe, absolut freundlich.
Für sich selbst ist er nervenstark und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen,
er ist allem was Andrea anbietet aufgeschlossen und neugierig.

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Das
Wichtigste was die Beiden wohl voneinander lernen ist ==

Wir brauchen Ruhe und Klarheit um uns zu verstehen.
Und sie haben sich gegenseitig ins Herz geschaut, sich dem Anderen geöffnet..
und nur so konnte eine Freundschaft mit soviel Vertrauen entstehen.